Zuckeralternativen - gesund oder nicht?

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In unserem
Beitrag zum Thema Zucker haben wir aufgezeigt, woher unsere Lust auf Zucker eigentlich kommt und welche Gefahren die süße Verführung mit sich bringt. Um Lebensmittel, Speisen und Snacks zu versüßen, braucht es jedoch nicht unbedingt den klassischen, raffinierten Zucker. Inzwischen gibt es einige mehr oder weniger geeignete Alternativen auf dem Markt. Diesen widmen wir uns in diesem Beitrag und nehmen sie unter die Lupe!

Vollrohrzucker, Rohrzucker & Co.
Der Unterschied zum raffinierten Zucker liegt in der Verarbeitung. Bei raffiniertem Zucker werden alle Begleitstoffe und Mineralien entfernt, sodass das Endprodukt reiner, weißer Zucker ist, wie er typischerweise im Supermarkt zu finden ist. Vollrohrzucker, Rohrohrzucker und Co. sind gar nicht oder nur teilweise raffiniert, sodass gesunde Mineralien aus der Zuckerrübe oder ihrem Saft im Endprodukt erhalten bleiben. Dennoch ist der Zucker so hochkonzentriert, dass die negativen Auswirkungen, die wir in unserem anderen Beitrag "Zucker – Verführung mit Folgen" beschrieben haben, die gleichen bleiben.



Süßstoffe
Süßstoffe haben keine Kalorien, enthalten keinen Zucker und haben eine starke Süßkraft. Klingt erstmal gut, oder? Forscher haben bereits herausgefunden, dass die Wundersüße Stoffwechselkrankheiten verursachen und der Darmflora enorm schaden kann. Sie gehören außerdem zu den synthetischen Süßungsmitteln und basieren auf keiner natürlichen Ressource. Sorry, leider keine gute Alternative zu raffiniertem Zucker!

Dicksäfte
Besonders in der Bioszene werden gern natürlicher Siruparten und Dicksäfte angepriesen, weil diese aus dem Saft von verschiedenen Pflanzen gewonnen werden. Dieser hat allerdings vor der Verarbeitung kaum Süßkraft. Er wird erhitzt und der Großteil des enthaltenen Wassers verdampft, wodurch der konzentrierte, süße Sirup entsteht. Durch diesen Prozess bleibt, selbst bei schonender Erhitzung, hochkonzentrierter Zucker mit all seinen negativen Wirkungen übrig. Dennoch ist dieses Süßmittel natürlicher als Zucker.

Honig
Das Bienengold ist zwar ein leckeres Naturprodukt, das voller Mineralien und Enzyme steckt. Jedoch hat Honig einen Zuckeranteil von 80%, der ebenfalls dem Körper schaden kann. Somit gilt für Honig das gleiche, wie für die oben genannten Zuckeralternativen. Eine Ausnahme stellt der Manuka-Honig dar, der schon den Ureinwohnern Neuseelands, den Maori, ein Heilmittel war.



Kokosblütenzucker
Der Saft der Kokosblüte wird ebenfalls eingekocht um einen Sirup zu gewinnen. Dieser wird so lange weiter erhitzt, bis Kristalle entstehen, die dem braunen Zucker ähnlich sehen und karamell-artig schmecken. Sirup haben wir ja schon bewertet – aber der Kokosblütenzucker weist im Gegensatz zu klassischem Zucker, Rohrzuckern und Dicksäften nur einen sehr niedrigen glykämischen Index auf. Besser als klassischer Zucker!

Kleiner Exkurs: Der glykämische Index
Der glykämische Index ist ein Indikator, mit dem gemessen wird, wie sehr der Blutzuckerspiegel ansteigt, nachdem ein Lebensmittel verzehrt wird. Steigt der Spiegel stark an, muss der Körper bzw. die Bauchspeicheldrüse viel Insulin ausschütten, um den Zuckergehalt im Blut zu normalisieren. Wird häufig viel raffinierter Zucker zugeführt, muss der Körper schnell und viel Insulin ausschütten, was die Bauchspeicheldrüse belastet. Bei Überforderung wird die Fähigkeit der Insulinproduktion geschwächt, sodass der Körper nicht mehr auf sein normales Blutzuckerlevel kommt – die Zellen werden resistent und als Folge kann Diabetes Typ 2 entstehen.

Zuckeraustauschstoffe
Nicht zu verwechseln mit Süßstoffen! Während diese nämlich synthetisch hergestellt werden, werden Zuckeraustauschstoffe in der Regel aus Mais- und Weizenstärke gewonnen. Maltitsirup, einer der bekanntesten Zuckeraustauschstoffe zum Beispiel, kommt der Süßkraft von Zucker sehr nah, hat dabei jedoch ca. 50% weniger Kalorien. Und das beste: Maltit kann vom Körper ohne den Einsatz von Insulin verwertet werden, der Blutzuckerspiegel steigt also kaum bis gar nicht an. Aus diesen Gründen verwenden wir für unsere Keto Riegel Maltit als Süßungsmittel – und das auch nur in sehr geringer Menge. Somit weisen sie nicht nur einen niedrigeren Energiegehalt auf, sondern sind daneben deutlich kalorienärmer als herkömmliche Schokoriegel. Gleichzeitig sorgt Maltit für eine cremiges Gefühl im Mund beim Verzehr. Die enthaltene Menge an Maltit in unseren Riegeln ist, na klar, für eine ketogene Ernährung unbedenklich.


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